Läuterbottich mit Panzerschlauch-Gewebe

Bei meinem ersten Sud habe ich die Maische aus der Würze noch mit einem Leinentuch herausgefiltert. Das hat funktioniert, war aber umständlich und ist fehleranfällig, zudem hält das Tuch nicht ewig. Als fortgeschrittenere Lösung als das Tuch gilt das Läuterblech, also ein dünnes Edelstahlblech, das Schlitze hat und auf den Boden des Läuterbottichs gelegt wird. Das Blech filtert offenbar sehr gut, ist aber recht kostenintensiv in der Anschaffung und muss auch zum Durchmesser des Läuterbottichs passen.
Im Hobbybrauer-Forum gibt es aber eine Menge Tüftler, die mit einfacheren Mitteln fast bessere Ergebisse erzielen. So dient als Filter bei vielen ein Panzerschlauch, mit dem unter einem Waschbecken den Wasserhahn an das Eckventil anschliesst. Hierbei handelt es sich um einen Plastikschlauch, der von einem Edelstahlgewebe umschlossen ist, um hohen Druck aushalten zu können. Wir sind hier aber nicht auf den Schlauch scharf, sondern auf das Gewebe – es kann alleine hervorragend als Filter dienen.

Ich habe mir also im lokalen Baumarkt einen Panzerschlauch besorgt und mit der Eisensäge die Enden abgeschnitten. Danach ließ sich der innliegende Schlauch ganz leicht entfernen. Aus diesem habe ich zwei kurze Stücke herausgeschnitten und an in die Enden in des Gewebes eingeführt. Die Übergänge habe ich mit Schrumpfschlauch aus dem Elektronikbedarf versiegelt, da das aufgeschnittene Gewebe gewisse Verletzungsrisiken birgt.
Ein Ende wird nun verstopft, das andere in den Ablasshahn des Eimers der als Läuterbottich dient gesteckt – fertig ist der kostengünstige und wiederverwertbare Läuterbottich, der selbst feinste Spelzen zurückhält und leicht gereinigt werden kann.

Zur Zeit gärt das letzte Jungbier noch aus, das Verfahren ist also noch nicht getestet – ich werde also berichten wie der Filter sich bewährt 🙂

Ein Gedanke zu „Läuterbottich mit Panzerschlauch-Gewebe

  1. Solche Möglichkeit, Panzerschläuche einzusetzen habe ich ja noch gar nicht gesehen. Zumal die Panzerung ja nicht mehr gebraucht wurde. Viele Grüße Christiane

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