Maische mit Hilfe eines Ansaugkörbchen läutern

Wie unter ich unter Läuterbottich mit Panzerschlauch-Gewebe bereits beschrieben habe, habe ich mir einen Läuterbottich gebaut, der mit Hilfe des Edelstahlgewebes eines Panzerschlauches Maische läutern kann um Bier zu brauen.

Das Prinzip funktioniert gut, durch die Höhe des Auslaufhahns kommt es aber zu hohen Verlusten da nicht alles an Würze aus dem Eimer geholt werden kann.

Ich habe mir also mit anderen Mitteln aus dem Baumarkt eine Alternative überlegt.

Das Ansaugkörbchen

Ansaugkörbchen und Auslaufventil

Ansaugkörbchen und Auslaufventil

Zentrales Element ist aus dem Bereich der Wasserpumpen; ein Ansaugkorb mit 1 1/2 Zoll Anschluß aus Edelstahl-Streckmetall. Der Korb wird in den Boden eines Eimer eingesetzt und auf der anderen Seite mit ein paar Reduzierstücken mit einem Auslaufventil verbunden.

Die anderen Teile

Die Einzelteile

Die Einzelteile

Hier kann man sämtliche Einzelteile sehen (bis auf den Eimer), die ich verbaut habe.

  • Den Ansaugkorb (4,49 EUR)
  • Zwei Gummidichtungen, eine für die Innenseite des Eimers, die andere für die Außenseite (1,39 EUR)
  • Eine Reduziermuffe, 1 1/2 Zoll auf 3/4 Zoll (3,29 EUR)
  • Ein Reduzierstück 3/4 Zoll auf 1/2 Zoll (1,29 EUR)
  • Ein Kugel-Auslaufventil (5,49 EUR)
  • Eine Rolle Teflonband zum Abdichten (0,89 EUR)
  • Ein 30 l Eimer von Flaschenland.de (4 EUR)

Gesamt also 20,84 EUR.



Teflonband am Gewinde

Teflonband am Gewinde

Ein Teflonband am Gewinde der Teile anzubringen ist vermutlich nicht notwendig, da die Konstruktion und keinem hohen Druck steht – die Rolle kostet aber nur 89 Cent, ich wollte daher auf Nummer Sicher gehen 🙂
Es wurden Bedenken geäußert, dass die Zinkbeschichtung der Teile gesundheitsschädlich für die Hefe, den Menschen oder beides sein könnte – andere haben das Gegenteil behauptet. Ich halte mich hier an die Weisheit „die Dosis macht das Gift“ ein kurzer Kontakt der Würze mit einer Zinkoberfläche wird also vermutlich weder die Hefe noch mich umbringen.

Zusammenbau

Das Ansaugkörbchen ist in der Mitte des Läuterbottichboden

Das Ansaugkörbchen ist in der Mitte des Läuterbottichboden

In den Eimer habe ich ein passendes Loch in den Boden geschnitten und das Gewinde des Körbchens eingesteckt – mit einer der Dichtungen zwischen dem Boden und dem Körbchen.

Der Ablasshahn an der Unterseite des Läuterbottiches

Der Ablasshahn an der Unterseite des Läuterbottiches

Auf der anderen Seite, also der Unterseite des Eimers, wird durch zwei Reduziermuffen dern Ablasshahn angebracht.

Der Läuterbottich im Gestell

Der Läuterbottich im Gestell

Da nun der Boden mit der Ablaufvorrichtung ausgestattet ist, kann der Eimer nicht mehr auf ihm stehen – es braucht also noch ein Gestellt, in das man den Läuterbottich stellen kann. Ich habe mir hierfür etwas aus alten Dachlatten zusammengezimmert. Es ist nicht hübsch, hält dafür aber bombenfest.

Läutern

Das Läutern klappt - klare Würze

Geläuterte Würze

Der erste Versuch, mit dem Bottich Würze zu läutern, war auch gleich ein voller Erfolg! Die Würze läuft flott und klar ab, der Durchfluss lässt sich durch den Hahn gut regeln, und der Verlust, der im Eimer zurückbleibt, ist minimal. Zudem lässt sich alles gut reinigen.

Ich sehe hier nun keinen Bedarf mehr, meine Läutermethode zu verbessern. jedenfalls für die Mengen, die ich abläutere.

Fragen oder Anregungen? Ich freue mich auf Eure Kommentare 🙂

2 Gedanken zu „Maische mit Hilfe eines Ansaugkörbchen läutern

  1. Hallo Thomas,

    sehr einfallsreich!
    Der Eintrag ist ja mittlerweile schon ueber ein Jahr her, deshalb wuerde ich gern wissen, ob die Langzeiterfahrung mit dem Ansaugkorb ebenso positiv ist wie im Blogfazit (erstes Ablaeutern) beschrieben?
    Ich moechte mir naemlich eine kleine Hobbybrauanlage zusammenstellen und suche nach einfachen, bezahlbaren Loesungen 🙂
    Viele Gruesse

  2. Hallo,

    Auch in der Langzeit sind die Erfahrungen gut, ich setze den Eimer so auch immer noch ein.
    Ich habe zwar mittlerweile auch noch ein „richtiges“ Mattmill-Läuterblech, nutze die Körbchenlösung aber oft noch parallel für einen zweiten Sud.

    Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile, beim Blech ist der Durchfluss durch die Maische etwas besser, denn die Ecken werden beim Körbchen im Eimer zwangsläufig ja nicht großartig durchflossen.
    Dafür hat das Blech einen Knick um über den Ablaufhahn zu passen, und alles was unter Hahnhöhe liegen bleibt, ist Verlust – einfach nochmal abgießen durch Schrägstellen bringt es nicht, da ist noch jede Menge trüber Dreck.

    Großartige Unterschiede in der Ausbeute konnte ich auch nicht feststellen, bei den Größenordnungen in denen ich unterwegs bin ist das aber vermutlich eh nicht so relevant 😉

    Mit den derzeitigen Erfahrungen würden ich jedenfalls beim Körbchen bleiben und nicht in’s Blech investieren.

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