Neuzugang: Zugschlussleuchte der Bahn

Der Brenner einer Zugschlussleuchte

Der Besuch des lokalen Flohmarkts hat sich mal wieder gelohnt. Ich habe eine nette Lampe gefunden und sie für drei Euro bekommen.
Ich musste nur den Docht ein wenig trimmen, den Tank auffüllen, etwas putzen und nun leuchtet Sie auf Anhieb auf dem Wohnzimmertisch 🙂

Die Lampe hat eine Besonderheit, nämlich eine Feststellmutter am Dochtantrieb, und einen merkwürdig flachen und irgendwie wenig ästhetischen Tank.
Die nette Dame, die die Lampe verkauft hat, meinte Sie war von ihrem Mann und der hatte „irgendwas mit der Bahn“ zu tun.
Ein wenig Recherche im Internet hat ergeben, dass es sich vermutlich um eine Zugschlussleuchte der Bundesbahn handelt, oder zumindestens der Lampenteil davon.

Etwas merkwürdig finde ich noch, dass Innenteil auf Fotos immer mit rechteckiger Grundplatte zu sehen ist, meine aber nur den runden Tank hat.

Mal sehen, was hier noch rauskommt.

Feuerhand 176e ist nun gereinigt und Kamin entfernt


Die komplette Restaurierung der 176e steht ja noch an, hauptsächlich weil ich es richtig machen und die Lampe nicht nur einfach anpinseln will.
Da Rosten nach der Säurebehandlung sofort wieder alle Stellen, die nicht eingepinselt sind, und das sind eine ganze Menge.
Also muss sie so weit wie möglich zerlegt werden. Schwierig wird es da, wo keine Biegelaschen geöffnet werden können, wie zum Beispiel beim Kamin.
Hier wir es schwierig, den Innenmantel zu Entfernen ohne Spuren zu hinterlassen, die nicht rückgängig gemacht werden können, oder gar Teile zu zerstören.
Ich habe mir nun damit beholfen, das runde Lochblech nach unten zu drücken und hoffe, das wieder zurechtbiegen zu können. Der Kamin ging aber dann relativ problemlos raus 🙂

Nach einigermaßen gründlicher Behandlung mit einer Drahtbürste sieht die Lampe sogar wieder hübsch aus. Ich werde wohl von meinem ursprünglichen Plan, sie in zeitgenössischer Olivgrüner Farbe zu spritzen, abweichen und Klarlack nehmen, und sämtliche Teile, die großer Hitze ausgesetzt sind, mit profaner Ofenfarbe streichen.

Was jetzt noch aussteht ist zu klären, ob manche Teile wie die Brenneraufnahme verbogen sind oder ob sie so gehören…

Geätzt und gelaugt

Die Lampe ist nun mittlerweile sowohl im Rost- als auch im Farbentferner-Bad gewesen.
Farbe entfernen geht mit Natronlauge sehr gut, die gibts in Granulatform sehr günstig auf eBay.
Nachdem nun alles runter ist, was den Blick versperrt, wurde schnell deutlich wie ich die Haube und die Klammer darunter entfernen kann, diese werden durch einfache umgebogene Laschen gehalten.

Gerne würde ich aber noch den Kamin entfernen um Ihn innen wie aussen zu entfärben und neu zu lackieren – aber ich habe keine Ahnung, wie ich das bewerkstelligen sollte ohne Ihn dabei zu verbeulen.

Mal sehen wie ich das hinbekomme…

Die Feuerhand 176e ist „Im Eimer“

Feuerhand 176e entrostenDie kleine Dochtlampe ist nun schon ein paar Tage im Eimerin einem Bad aus Zitronensäure. Diese Vorgehensweise wurde in einige Foren zur schonenden Rostentfernung empfohlen, daß es aber so gut funktioniert, hatte ich nicht erwartet. Der Vorgang geht zwar langsam vor sich, der Rost fällt aber tatsächlich in Flocken ab und zurück bleibt das blanke Metall. Ein paar Flecken scheinen noch alte Farbe zu sein – die geht aber wahrscheinlich mit Natronlauge ab.

Die gibt es in der Apotheke, bis ich die habe verbleibt die Lampe in der Säure – was kann besser vor Rost schützen als Rostentferner? 😉

Feuerhand 176e vom Flohmarkt

Eine Feuerhand 176eSpontane Flohmarktbesuche lohnen sich.
An einem Stand gab es eine total verrostete, kleine Sturmlaterne. Der Verkäufer ließ sich auf einen 1,50EUR runterhandeln – was macht man da schon verkehrt?
Also zugeschlagen und eingesackt. Einziger Wermutstropfen: der Brenner fehlt.

Zuhause, nach Recherche im Internet, stellt sich raus: es handelt sich um eine Feuerhand 176, vermutlich das Modell „e“ wie „Einheitslaterne“ und Baujahr 1943.

Ich werde nun versuchen, das gute Stück sowohl optisch als auch technisch wieder ein einen gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen.
Das Besondere (oder Schlimme, wie man’s nimmt) an dieser Lampe ist durch die Epoche der Herstellung bedingt – 1943 war bekanntlich Krieg und Zinn ein kriegsrelevanter Rohstoff. Die Lampe war daher nicht verzinnt sondern tauchlackiert – deswegen auch der viele Rost.
Den absoluten Originalzustand werde ich nicht wieder herstellen, sondern den Kamin wegen der Hitzebeständigkeit mit Ofenfarbe und den Rest wohl in einem hellen Grau lackieren, schließlich soll sie leuchten und nicht in der Vitrine stehen.

Aber als erstes geht’s in einen Eimer mit Zitronensäure. Das löst schonend den Rost und greift das Metall nicht nennenswert an.