Erste Versuche mit der Tiffany-Technik

Seit einer geraumen Weile nenne ich eine Aladdin 23 mein eigen, eine Petroleum-Dochtlampe die ohne Geräusch (also anders als die Starklichtlampen wie die Petromax) vergleichsweise viel Licht und Abwärme produziert.
Die Lampe ist an sich ein Schmuckstück, der Blick auf den nackten Glühstrumpf im Betrieb ist aber ungefähr so hübsch wie eine 60W-Glühbirne anstarren.
Es muss also ein Lampenschirm her, nur: schon die einfachsten Exemplare aus einfarbigem Glas kosten ein kleines Vermögen. Was liegt also näher als sich selbst einen zu fertigen.
Mit der Tiffany-Glaskunst ist das ein Leichtes, diese Methode war in den 80ern sehr „trendig“, mittlerweile aber ist es eher in Vergessenheit geraten. Für eine Lampe, die hohe Temperaturen im Betrieb erreicht, ist ein ein Schirm in dieser Technik prädestiniert.

Ein Quader aus Glasscherben Zum Glück hatte mein Schwiegervater aus besagten 80ern noch eine komplette Austattung an Utensilien zur Verarbeitung wie Glasschneider, Kupferband, Lötzinn, diverse Zangen und vieles mehr im Keller, ich wollte mich daher einmal an dieser Technik versuchen.
Glas war schnell besorgt, und nach einigen Probeschnitten ist der Dreh wenigstens gerade Schnitte annehmbar hinzubekommen schnell heraus.

Herausgekommen ist bei diesen Versuchen ein kleiner Quader aus Fensterglas, an dem ich verschiedene Lötmethoden (Stumpf, Flächenkontakt, usw) probiert habe – gewisse Erfahrungen aus dem Elektronik-Lötbereich waren hier sehr von Vorteil.

Alles in allem ist Tiffany keine Hexerei und man erreicht schnell ansehnliche Ergebnisse, ich werde mich also nun als nächstes einem Modell für einen Schirm zuwenden.