xine-post-atmo unter YaVDR

Wer das xine-post-atmo Plugin im YaVDR zum laufen bringen will; folgende Schritte sind notwendig:

Das Plugin installieren:

apt-get install libxine-atmo-plugin

Nun das Frontend entsprechend konfigurieren. Dazu müssen die Templates überladen werden. Bis die orginal-Templates aufgedröselt sind in Teile für Variablen und Teile für den tatsächlichen Start, muss das gesamte Template überladen werden. Dazu die Templates 20_xineliboutput und 25_xine (oder welches man halt braucht) in /usr/share/yavdr/templates/etc/init/vdr-frontend.conf/ kopieren nach /etc/yavdr/templates_custom/etc/init/vdr-frontend.conf/ (Verzeichnis ggfs erstellen):

mkdir -p /etc/yavdr/templates_custom/etc/init/vdr-frontend.conf/
cp /usr/share/yavdr/templates/etc/init/vdr-frontend.conf/2* /etc/yavdr/templates_custom/etc/init/vdr-frontend.conf/

In den Dateien die Variable XINE<LIBOUTPUT>OPTS erweitern:

XINELIBOUTPUTOPTS="--post tvtime:method=use_vo_driver --reconnect --audio=alsa --syslog --silent --tcp"
XINELIBOUTPUTOPTS="$XINELIBOUTPUTOPTS --post=atmo:driver=classic,driver_param=/dev/ttyUSB0,top=1,bottom=1,left=1,right=1,brightness=150,analyze_size=0,overscan=0,enabled=1"

bzw.

XINEOPTS="-G $GEOMETRY -A alsa --config /etc/xine/config --keymap=file:/etc/xine/keymap --post vdr --post vdr_video --post vdr_audio --verbose=2 --no-gui --no-logo --no-splash --deinterlace -pq"
XINEOPTS="$XINEOPTS --post=atmo:driver=classic,driver_param=/dev/ttyUSB0,top=1,bottom=1,left=1,right=1,brightness=150,analyze_size=0,overscan=0,enabled=1"

Die Templates neu schreiben:

process-template /etc/init/vdr-frontend.conf

Und nun das Frontend neu starten:

stop openbox
start openbox

 

Mystique SaTiX-S2 V2 CI Dual – ein Review, Teil 2

Der VDR im Betrieb

Nachdem ich die Karte im Esprimo kurz angetestet hatte, bin ich die letzten Tage ins kalte Wasser gesprungen und hab sie in meinem Produktivsystem gegen die bisherige Kombination aus Hauppauge WinTV-Nova-HD-S2 und TT S2-1600 augetauscht. Die beiden liefen an sich recht gut, nur mit manchen 1080i-Kanälen hatte die Nova Probleme.

Die Karte in Betrieb zu nehmen hat dann doch, trotz erfolgreichem Einsatz im Esprimo, Probleme bereitet.
VDR neueren Datums kommen mit den beiden Tunern auf Anhieb zurecht – mein liebgewonnener (weil heftig gepatcht und an meine Wünsche angepasst) VDR 1.7.0 aber nicht – nur ein Tuner wurde genutzt.
Ein bisschen Recherche ergab dann die Lösung; das Kernel-Modul mit dem richtigen Parameter laden, und es stehen zwei DVB-Devices zur Verfügung:

options ngene one_adapter=0

Die darauffolgenden Tage liefen, bis auf eine Ausnahme (dazu gleich), unspektakulär unproblematisch 🙂

Ein feines Antec Fusion Remote Kleidchen für die Karte

Die Aufnahmen klappen, alle Kanäle werden empfangen (auch die 1080i-Kanäle), die Umschaltzeiten sind schneller als bei der alten Kombi, und selbst der Empfang scheint besser zu sein, denn bei Gewitter gerade hatte ich noch Bild und mein Nachbar mit zwei Nova-S2 nicht mehr – das mag jetzt aber auch Zufall sein.

Einziger Wermutstropfen: der Rechner fährt nicht mehr korrekt runter. Der Shutdown funktioniert soweit korrekt, jedoch wird, wenn die Karte im Rechner steckt, offenbar das Ausschalt-Kommando ignoriert.  Der Rechner schaltet sich also nicht ab, und fährt daher auch beim nächsten Timer auch nicht hoch.

Ich bin nicht der einzige mit dem Problem, und so wie es aussieht liegt es an der onboard-Geforce die die ION-Boards und mein Asus haben.
Bis dieses Problem gelöst ist bleibt der VDR also dauerhaft an.
Andere haben es mit einem Reboot eines Poweroff-Kernels umgangen, für diese Lösung bin ich aber noch nicht verzweifelt genug.

Die Karte im eingebauten ZustandZu guter letzt wollte ich noch die Temperaturen messen,  heute war ein sonniger Tag mit 27°C Aussentemperatur. Wie auf den Fotos zu sehen ist, strotzt das Gehäuse ja vor riesigen Kühlkörper und Lüftern. Erwartungsgemäß war die Temperatur im Gehäuse nirgends über Zimmertemperatur – auch nirgends an der Karte. Ich erspare mir daher ein Foto davon. Freunde kühler und/oder beengter Systeme sind mit dieser Karte also gut bedient.

Fazit: Der Betrieb mit der Karte bedeutet einen großen Schritt nach vorn für mich.  Zwei Tuner, vergleichsweise geringer Stromverbrauch und damit Hitzeentwicklung, problemloser Betrieb, geringe Größe und eine Unterstützung durch die Community machen das Produkt attraktiv.
Offenbar bestehen noch manche Probleme, bei manchen Usern scheint die Karte nicht ganz rund zu laufen, auch der Shutdown-Verweigerer mit nVidia-Onboard-Grafikkarten zusammen ist ärgerlich. Diese Symptome deuten aber für mich auf Treiber-Probleme hin,  ich bin aber zuversichtlich dass die Entwickler das früher oder später im Griff haben werden.

Ich werde Sie jedenfalls weiter einsetzen 🙂

Mystique SaTiX-S2 V2 CI Dual – ein Review, Teil 1

Vor ein paar Tagen haben mir die Jungs vom DVB-Shop eine „Mystique SaTiX S2 V2 CI Dual“ zum Testen und Begutachten überlassen. Da sage ich natürlich nicht nein, und komme der Bitte das gute Stück auf Tauglichkeit zu prüfen, gerne nach. Nachfolgend also meine Erfahrungen mit dieser relativ neuen Karte.

TT1300 und SaTiX-S2 im Größenvergleich

Einigermaßen überrascht war ich, als VDR-Nutzer quasi der ersten Stunde und langjähriger Fan der Technotrend-Karten, von der geringen Größe der Karte. Als Low-Profile-Karte ist die Höhe nur 6,5cm (Oberkante bis Unterkante PCIe-Stecker), und die Länge der Platine gerade mal 10,5cm. Zur Veranschaulichung rechts ein Foto zusammen mit einer TT1300. Damit passt die Karte ganz hervorragend in kleine HTPC-Gehäuse.

Esprimo mit DVB- und nVidia-Karte

Zu Testzwecken wurde die Karte in einen Rechner mit Low-Profile-Gehäuse, ein Fujitsu Siemens Esprimo E5600, eingebaut. Die Maschine sollte ursprünglich mal Router spielen bei mir, aber angesichts der schnuckeligen Ausmaße, des geringen Verbrauchs und Lautstärke, der doch recht guten Leistung und nicht zuletzt wegen der Low-Profile DVB-Karte überlege ich mir das nochmal. Zusammen mit einer nVidia-Karte gibt das Kistchen einen guten VDR ab. Hier wurde nur eine 7200er aus der Reste-Kiste verbaut. Die beherrscht noch kein VDPAU und damit leider auch kein HD, aber das ließe sich für rund 40EUR ja auch abstellen.


Die Inbetriebnahme hat sich (jedenfalls für mich) als einfacher als gedacht herausgestellt. Hardaremäßig: einstecken, Stromstecker eines Diskettenlaufwerks anstecken, fertig.

Die Treiber sind noch experimentell und damit händisch zu installieren – wer aber schon mal einen Kernel selbst gebaut hat, wird das auch hinbekommen.

Ich habe den ngene-Treiber von Oliver Endriss verwendet, zu bekommen unter http://linuxtv.org/hg/~endriss/ngene/. Um diesen Treiber verwenden zu können, darf im Kernel das default-DVB nicht aktiviert sein.


Folgende Schritte sind nun notwendig:

hg clone http://linuxtv.org/hg/~endriss/ngene/
cd ngene/
make all
make install
cd /lib/firmware/
wget http://www.digitaldevices.de/download/ngene_15.fw
modprobe ngene

Danach wurden bei mir die Treiber korrekt initialisiert und die beiden Tuner-Devices zur Verfügung gestellt:

nGene PCIE bridge driver, Copyright (C) 2005-2007 Micronas
ngene 0000:02:00.0: PCI INT A -> GSI 20 (level, low) -> IRQ 20
ngene: Found Mystique SaTiX-S2 Dual (v2)
ngene: Device version 1
ngene 0000:02:00.0: firmware: requesting ngene_15.fw
ngene: Loading firmware file ngene_15.fw.
DVB: registering new adapter (nGene)
LNBx2x attached on addr=a
DVB: registering adapter 0 frontend 0 (STV090x Multistandard)...
stv6110x_attach: Attaching STV6110x
LNBx2x attached on addr=8
DVB: registering adapter 0 frontend 0 (STV090x Multistandard)...
stv6110x_attach: Attaching STV6110x

Und voilá, VDR zeigt Bild.

Im Arbeitszimmer habe ich derzeit nur einen Sat-Anschluss. Ausführliche Test kommen nun die Tage, wenn der Haupt-VDR im Wohnzimmer (da habe ich zwei Leitungen) mal keinen Aufnahme-Stress hat.

Pimp my Kühler 2

Um das Ergebnis von gestern testen zu können, habe ich mir nun eine Testmaschine aufgebaut mit dem gleichen Board, aber noch montiertem Orginalkühler.

Dann das Ganze mal unter Last gesetzt: Kernel compilieren und H.264 Material über VDPAU abspielen. Ergebnis:

CPU-Temp: 40°C
GPU-Temp: 65°

Dann den Orginalkühler runter, und: Überraschung #3, dieser Kühlkörper ist lange nicht so schlecht gefertigt gewesen, wie der von gestern. Kein Wunder dass er unter Last 65° hatte, was der andere schon im Leerlauf gebracht hat.

Testlauf mit poliertem Boden:

CPU-Temp: 40°C (alles andere hätte mich auch gewundert)
GPU-Temp: 60°C

Sehr schön. Eine Verbesserung von 5°C. Nochmal zum Vergleich:

Schlecht gefertigter Boden: ~80°C
Gut gefertigter Boden: 65°C
Polierter Boden: 60°C

Unterm Strich eine gemessene Verbesserung von 5°C und eine Potentielle von 20°C, ich finde da lohnt sich der Gang zum Baumarkt und die Investition von ein paar Cent in Schleifpapier schon.

Unschlagbar dagegen aber immer noch ein größerer Kühler (der ist dann aber schon von Haus aus mit poliertem Boden 😉 ):

GPU-Temp: 49°C

Und das auch noch weit entfernt vom ohnehin langsam drehenden 120mm-CPU-Lüfter, mit leichter Brise am Kühlkörper habe ich da schon 30° gemessen.

To be continued 😉

Pimp My Kühlkörper 1

Die Temperatur der Onboard-Grafik auf den P5N7A-VM Boards ist dank des doch vielleicht ein bisschen mickrigen Kühlkörpers schon recht hoch.

60-80 Grad ohne Last, je nach „Güte“ der Verarbeitung sind jedenfalls zu hoch, ab 90° dreht die GPU AFAIK die Leistung zurück und dann gibts Artefakte am Schirm.

Skiller2k1 und ich haben deswegen größere Kühlkörper auf die Boards geschraubt (Temperatur gegenwärtig 46° damit), aber mich es interessiert ob man den Orginalkühlkörper nicht doch noch verbessern kann.

Kuehlkoerper1

Die Kontaktfläche ist sehr uneben und voller Riefen. Die Wärmeleitpaste gleicht zwar ein wenig aus, besser jedoch ist ein möglichst großflächiger direkter Kontakt mit dem Die. Ich habe daher die Bodenfläche angeschliffen:

Kuehlkoerper2

Überraschung 1: Das Ding sieht nur aus wie Kupfer, ist aber angemaltes Aluminium.

Überraschung 2: Die Fläche ist noch unebener als ich dachte.

Was soll’s, weiter schleifen. Einen Bogen Papier auf eine plane Oberfläche legen und dann kreisförmig drüberschleifen. Erst 240er, dann 320er und zum Schluss 600er Papier, das ist dann schon ganz ordentlich.

Kuehlkoerper3

Das würde wohl schon reichen, aber ich wollt’s noch auf die Spitze treiben, also musste noch Metallpolitur herhalten.

Viel glatter werd ich’s mit Hausmitteln wohl nicht bekommen:

Kuehlkoerper_poliert

Jetzt kann man sich drin spiegeln 😀 Morgen werd ich direkt mal Temperaturen vergleichen.

Codename „Bluefire“

Ich beschäftige mich hobbymäßig mit der Linuxsoftware VDR, die einen PC in einen Personal Videorecorder verwandelt.

Diese Software verwende ich bereits seit 2001 mit immer noch wachsender Begeisterung und habe zudem schon mehrere Maschinen für Freunde und Verwandte gebaut.

Seit einiger Zeit ist der VDR und die Hardware nun HD-fähig, und der Wunsch meiner „Kunden“ nach Hochauflösendem an den Flachbildschirmen wächst.

Ich installiere nun im Laufe der nächsten Wochen einige neue Maschinen, die ich hier auch präsentieren werde.

Den Anfang macht das Gerät für einen Freund, Hostname BlueFire:

01_aussenansicht

Folgende Hardware kommt hier zum Einsatz:

  • Gehäuse: MS-Tech MC-700 – Edle Klavierlackoptik, minimalistische Front, schmaler als die üblichen 19″ (auf dem Bild ist noch die Schutzfolie an der Flanke dran)
  • Mainboard: Asus P5N7A-VM – Alles onboard, was man zum HD-Leben braucht im Micro-ATX Format
  • Video-Output: Nvidia Geforce 9300 Onboard; VDPAU-fähig (Dekodierung von H.264 in Hardware), Video und Audio über HDMI
  • Satellitenempfang: TechnoTrend TT-budget S2-1600
  • Fernbedienung: X10 Funk von Pollin
  • Festplatte: 1TB
  • Kostenpunkt: ca 400EUR

Software:

  • Betriebssystem: Gentoo Linux
  • PVR: VDR, Ausgabe über xineliboutput/vdpau, aus Sourcen „handgeschnitzt“
  • Multimedia: XBMC

Dreh- und Angelpunkt für Geräte für HD-1080 Wiedergabe ist die Wahl der Hardware. Favorisierte ich früher die HDe von Reel Multimedia bin ich nun wegen den arg eingeschränkten Möglichkeiten ins VDPAU Lager gewechselt.

Dabei wird das Dekodieren des Videostroms (für Sat zB MPEG-2 und H.264) komplett von einer Nvidia-Grafikkarte übernommen, die Steuerung übernimmt die (VDPAU-fähige) xine-Bibliothek und das xineliboutput-Plugin im VDR.

Der VDR-Kern läuft dabei als Daemon, die Anzeige wird mittels X-Server und vdr-sxfe realisiert. An der Fernbedienung kann dann per irexec umgeschaltet werden zwischenvdr-sxfe oder xbmc.

Die Grafikkarte sitzt dabei onboard, was den großen Vorteil hat das der (ebenfalls onboard) Sound gleich ohne großes Zutun über HDMI mit übertragen wird.

Einziger Nachteil ist der passive Kühler der doch ein bißchen arg mickrig ist und durch einen größeren Kühlkörper ersetzt wurde. Temperatur der belasteten GPU liegt so nun konstant bei ~60 Grad.

05_innenansicht_4_Kuehlkoerper_auf_GPU

Da die rechenintensive Arbeit von der GPU übernommen wird konnte die CPU sparsam ausfallen. Ein Celeron 2GHz mit 39W maximaler Leistungsaufnahme bescheidet sich daher bei 29 Grad. Wärmeprobleme und damit lautstarke Kühlung entfallen dadurch – die Lösung ist absolut Wohnzimmertauglich und hat einen hohen WAF.

03_innenansicht_2_Kuehlkoerper

Nur am Netzteil muss noch gearbeitet werden, das gelieferte ist doch arg laut, und Silent-Ersatz im Micro-ATX Format haben wir noch nicht gefunden.

06_rueckansichtDie Fernbedienung, die bei dem Gehäuse dabei war, emuliert leider eine Tastatur (als HID) und ist für ausgefuchstere Aufgaben wie Clients Umschalten leider nicht geeignet.

Zum Einsatz kommt daher meine absolute Lieblingsfernbedienung, die X10 Funk-Fernbedienung von Pollin:

x10Klein, handlich, alle relevanten Tasten drauf und ohne Verrenkungen erreichbar und: Funk.

Selbst in der Küche beim Essen zubereiten lässt sich daher die Lautstärke noch ändern – was will man mehr 🙂