Delonghi ESAM3000 Testmodus aktivieren und Werte auslesen

Der Testmodus

Der Testmodues bei der ESAM3000 dient dazu, die verschiedenen Komponenten der Maschine wie Stellmotor, Mahlwerk, Tasten, Poti und LED auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen.

Testmodus aktivieren

Der Testmodus wird wie folgt aktiviert:

  1. Maschine ausstecken
  2. Die Tasten für „Eine Taste“ und „Dampf“ drücken und zugleich gedrückt halten
  3. Maschine einstecken
  4. Tasten loslassen, wenn die LEDs bei „Eine Tasse“, „Zwei Tassen“ und „Dampf“ kurz aufleuchten

Der Testmodus ist nun aktiv. Er kann wieder verlassen werden, indem die Maschine ausgesteckt wird. Beim nächsten Einstecken verhält sich die Maschine wieder wie gewohnt.

Durchführbare Tests

Folgende Tests können im Testmodus durchgeführt werden:

  • Die Brühgruppe:
    • Taste eine Tasse fährt die Brühgruppe nach oben. Dies geschieht so lange, bis der Endabschalter oben erreicht wird. Wenn die Endposition erreicht ist, leuchtet die LED der Taste auf.
    • Taste zwei Tassen fährt die Brühgruppe nach unten. Wenn die untere Position erreicht ist, leuchtet die LED der Taste auf.

    Solange die Brühgruppe fährt, blinkt die LEd der Kaffeepulver-Taste.

  • Das Mahlwerk wird aktiviert durch die Taste Kaffeepulver
  • Die Wasserpumpe wird aktiviert durch Betätigen der Taste Dampf, die zugehörige LED zur Taste blinkt, solange die Pumpe läuft. Die Pumpe sollte nicht zu lange ohne eingesteckten Wassertank laufen um nicht zu lange trocen (und damit ohne Kühlung) zu laufen.
  • Die Potentiometer für Kaffee- und Wassermenge.
    Hierzu den Ein-/Austaster drücken und gedrückt halten und den zu prüfenden Drehregler betätigen. Es wird abwechselnd das Potentiometer für Kaffee- und Wassermenge aktiviert.
    Die oberen drei LED über den Tasten für Eine Tasse bis Dampf leuchten dabei auf je nach Stellung des Potis für die Kaffeemenge, ganz nach links gedreht leuchtet die LED ganz links, also Eine Tasse, ganz nach rechts gedreht die LED für Dampf, in Zwischenstellungen die LEDs zwischen den beiden, Zwei Tassen.
    Die unteren drei LED sind zuständig für den Regler der Wassermenge. Analog zur Kaffeemenge leuchten hier die LED für Wassertank leer, Tresterbehälter voll und Störung

Werte auslesen

Die Maschine gibt interessante Werte preis wie Bezüge, Wassermenge, Entkalkungen und Reinigungen.
Dazu muss erstmal der Auslesemodus aktiviert werden. Hierzu muss ähnlich vorgegangen wie zur Aktivierung des Testmodus.

Auslesemodus aktivieren

Der Auslesemodus wird wie folgt aktiviert:

  1. Maschine ausstecken
  2. Tasten Ein/Aus und Kaffeepulver drücken und halten
  3. Maschine einstecken
  4. Tasten loslassen

Der Auslesemodus ist nun aktiv. Die Maschine zeigt nun, bei der Drücken und Halten der betreffenden Taste, eine Zahl in codiert Form an. Dabei blinken die fünf unteren LEDs von rechts nach links in der Wertigkeit der Ziffer auf, mit einer kleinen Pause zwischen den Ziffer.
Ein Beispiel; 341:

  1. Die ganz rechte LED blinkt einmal auf.
  2. Pause
  3. Die zweite LED von rechts blinkt vier Mal auf.
  4. Pause
  5. Die dritte LED von rechts blinkt drei Mal auf.

Auszulesende Werte

Allen gemein ist, zuerst den Auslesemodus zu aktivieren. Dann zeigen folgende Tasten folgende Werte:

  • Ein/Aus: Bezüge
  • Dampf: Wassermenge
  • Eine Tasse: Entkalkungen
  • Zwei Tassen: Reinigungen

Bei Geräten ab Baujahr 2010 kann es sein, dass man für die Bezüge die Tasten Ein/Aus und Eco halten muss.

Spardüsen für den BVB

BVB_Duesen
Vor einiger Zeit habe ich mir einen ausgemusterten Benzinvergaser Brenner der Schweizer Armee zugelegt – hauptsächlich weil er billig war und ich schon immer einen stromunabhängigen Kocher wollte. Als das Ding dann geliefert wurde, war schnell klar, dass ich’s damit wohl ein bisschen übertrieben hatte 😉
Mit zwei Brennern mit je 16KW Leistung ist das gute Stück hoffungslos overpowered für alles, was nicht das Bekochen einer 100 Mann starken Truppe hungriger Soldaten beinhaltet.

Sparduese aufrechtSelbst auf kleinster nur möglichen Leistung, als ein Handrad so weit aufgedreht, dass gerade genug Brennstoff zur Düse gelangt um den Betrieb aufrechtzuerhalten, produziert das Ding mächtig Hitze.
Für eines aber kann ich die Leistung gut gebrauchen – zum Bier brauen.
Hier muss ja ein Topf mit mehr als 25 Liter Wasser auf Temperatur gebracht werden, und zum Schluss mindestens 90 Minuten wallend kochen.
Für den BVB ist das eine leichte Aufgabe.

Düse - Sparversion
Dem Problem der wahnsinns Leistung und dem damit verbundenen Brennstoffverbrauch haben sich kluge Köpfe, die im Pelam-Forum unterwegs sind, angenommen und eine Spardüse entwickelt, die Brennstoffverbrauch und Leistung mindert. Die Düse hat eine etwas größere Höhe, ein kleineres Loch, und ist in hervorragender Qualität aus Messing gefertigt. Die Düse ist auf dem Bild rechts zu sehen.

Düse - regulärDie schwarze Düse auf diesem Bild ist die orginale Düse – wie man sieht, ist die Bohrung sehr viel größer als die der Spardüse.

Auf dem Bild ganz oben sind vier Düsen zu sehen, die schwarzen sind die originalen (einmal verschmutzt nach ein paar Stunden Betrieb, eine ungebraucht), und die Spardüsen mit der Öffnung und dem Gewinde nach oben.

Als nächstes werden die Düsen einem Test unterzogen – noch ist es mir aber draußen zu kalt dafür, aber wärmeres Wetter ist schon in Sichtweite 🙂

Petromax 829 HK500 umrüsten auf Spiritusbetrieb

Die Petromax 829 Starklichtlampe wird bekanntlich mit Petroleum befeuert um Licht zu erzeugen. Das Licht ist damit einfach nur hell, dabei rauscht die Lampe recht laut, wird heiß und es riecht doch recht deutlich nach Petroleum, jedenfalls für feine Nasen.

Ändert man aber die Parameter der Lampe wie Düsenbohrung, Luftmenge und andere, kann sie auch mit Spiritus betrieben werden. Der Vorteil: weniger Geräusch, geringere Hitzeentwicklung, geringerer Verbrauch, keine Geruchsbelästigung (Alkohol verbrennt zu CO2 und Wasser) und geringere Betriebsdruck (0,3 statt >1 Bar). Zudem ist die Lampe damit nicht ganz so hell, ob das ein Vor- oder Nachteil ist mag jeder selbst beurteilen.

Ich beschreibe also nun, wie ich meine fabrikneue, verchromte 829 umgerüstet habe auf Alkoholbetrieb.

Ehre wem Ehre gebührt, die Idee ist nicht von mir; ich vollziehe den Umbau nach „Methode Gebaur“ wie auf Lampenmaxe.de beschrieben.

Spiritusumbau KomponentenGeändert werden müssen folgende Teile:

  • die Düse
  • die Luftmischung
  • der Tonbrenner
  • der Glühstrumpf
  • ggfs. auch noch die Vergaserstopfung

Die Düse

Düse mit 0,4mm Bohrung

Düse mit 0,4mm Bohrung

Für die Niederdruck-Variante muß die Düse aufgebohrt werden auf 0,4mm, der Dampfdruck von Spiritus ist wesentlich höher als der von Petroleum. Mit einem Bohrerset für ein paar Cent von eBay und einem Dremel mit Bohrständer ist so eine Düse schnell geweitet. Als Ausgangsmaterial nehme ich hierfür gebrauchte „ausgenudelte“ Düsen, die für den Petroleumbetrieb nicht mehr taugen. Auf 0,4mm aufgebohrt tun die’s dann im Spiritusbetrieb wieder hervorragend 🙂

Die Luftmischung

Eine Luftdrossel in der Mischkammer

Eine Luftdrossel in der Mischkammer

Das Luft/Brennstoff-Gemisch muss bei Spiritus fetter sein als bei Petroleum, daher reduziert man die Luftzufuhr. Im Petroleumbetrieb kann man für die Regulierung den Abstand des Mischrohrs zur Düse variieren: je geringer, desto fetter. So gering kann man den Abstand aber konstruktionsbedingt gar nicht machen, wie es notwendig wäre. Daher setzt man eine Drossel ein, in meinem Fall ein Stück Kupferrohr aus dem Baumarkt, 15mm Aussendurchmesser und 20mm Länge. Am der Düse abgewandten Ende noch ein Loch mit 6mm Durchmesser bohren, alles sauber entgraten, fertig.
Eleganter wäre noch eine Ummantelung um die gesamte Mischkammer, die man verschieben kann um so eine Öffnung zu vergrößern oder zu verkleinern – das wird aber der nächste Schritt.

Der Tonbrenner

Der Tonbrenner

Der Tonbrenner

Der Tonbrenner erfüllt die Aufgabe, das Gas/Luftgemisch gleichmäßig zu verteilen, dies geschieht durch viele kleine Löcher, die wie Düsen fungieren. Die Löcher müssen vom Durchmesser so beschaffen sein, daß die Durchflussgeschwindigkeit des Gases etwa der der Abbrenngeschwindigkeit entspricht – dann brennt die Flamme genau vor dem Brenner. Ist die Geschwindigkeit zu niedrig gibt es Flammenrückschläge in das Mischrohr, ist sie zu hoch wird die Flamme „weggeblasen“ Da der Druck im System wesentlich niedriger ist als im Petroleumbetrieb, muß der Querschnitt verringert werden. Das erreicht man indem man den äußeren Lochkreis verschließt, hierfür bietet sich zum Beispiel Auspuffkitt an. Der läßt sich einfach aufbringen, man muß den Kitt nur langsam trocknen lassen und nicht, wie vorgesehen, durch Hitze, da er sich sonst zusammenzieht und die Löcher nicht richtig verschliesst.

Der Glühstrumpf

Glühstrumpf

Höher angebundener Glühstrumpf

Der Glühstrumpf wird durch das aus dem Tonbrenner austretende heiße Gas zum Leuchten angeregt. Die Gasmenge, die den Strumpf ausfüllt, muss so bemessen sein daß das Volumen vollständig ausgefüllt ist, aber auch nicht zuviel, da sich sonst um den Glühkörper herum eine Korona bildet. Durch den geringen Druck und damit austretende Gasmenge ist der Glühstrumpf für die HK500 zu groß. Man kann nun einen von Haus aus kleineren Strumpf anbinden, oder den HK500-Strumpf einfach höher anbinden. Hierfür nehme ich den normalen Strumpf, ziehe den Anbindefaden heraus und fädele ihn mit einer Stopfnadel etwas weiter unten wieder ein.
Den Überstand schneide ich ab und brenne den angebundenen Glühstrumpf ganz normal ab.

Die Vergaserstopfung

Gestopfter Vergaser

Gestopfter Vergaser

Über das Vergaserstopfen habe ich bereits einen Artikel geschrieben, daher nur so viel: Spiritus verdampft bei schon sehr viel geringeren Temperaturen als Petroleum, und der Dampf bildet ein isolierendes Polster zur Vergaserwand was eine weitere Verdampfung verhindert und im Endeffekt zu „Blinken“ führt. Man kann dem entgegenwirken indem man die Fläche, die Wärme in den Brennstoff leitet, vergrößert, zum Beispiel indem man Putzdochte zum Waffenreinigen in den Vergaser einführt. In dem Artikel ist das aber umfassend dokumentiert 🙂

Hier ist noch ein Video, wie die Lampe gestartet wird. Das Blinken, das am Anfang auftritt, gibt sich gleich nach dem Start, wenn sich die Druckverhältnisse eingependelt haben.

Öchslewaage als Bierspindel ablesen um Grad Plato ermitteln

Bier brauen ist in Deutschland bekanntlich auch für Privatpersonen legal. Jedermann kann sich die Zutaten beschaffen und sein eigenes Bier herstellen – allerdings nur unter der Vorraussetzung, dass der Staat seinen Anteil bekommt – in Form von Biersteuer. Die Biersteuer richtet sich nach dem Stammwürzegehalt, also dem Anteil der aus dem Malz und Hopfen im Wasser gelösten, nicht flüchtigen Stoffe vor der Gärung. Eigentlich besteuert wird der Alkohol (Würze selbst ist meines Wissens nach nicht steuerpflichtig, bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege), der Anteil der Stammwürze läßt sich aber leichter ermitteln. Letztlich wird die Würze ja ca. zu einem Drittel zu Alkohol vergoren.

Meine Bierspindel

Meine Bierspindel

Der Stammwürzegehalt läßt sich leicht mit einer Dichtemessung messen. Die Dichte von reinem Wasser bei einer bestimmten Temperatur ist bekannt, man setzt also nun einen Schwimmer in die Würze der die Abweichung von der Standarddichte zeigt und umso weiter aus der Würze ragt, je dichter (also mehr gelöste Stoffe) die Flüssigkeit ist.

Für die Biersteuer ist der Zoll verantwortlich. Um meine Meldungen an den Zoll machen zu können, habe ich mir also eine Bierspindel beschafft, um den Stammwürzegehalt ermitteln zu können, dieser wird in Grad Plato angegeben.

Bierspindel bei 1040

Die Skala bei 1040kg/m³

Auf der Spindel waren nun drei Werte abzulesen; „g/l Zucker“, „vol. % Alk pot“ und ein dritter Wert, der aber nicht bemaßt ist, welcher sich bei meiner Bierspindel zwischen 1150 und 990 bewegt.

Wie sich nun herausstellt, handelt es sich hier um die Massendichte in kg/m³, und diese läßt sich, unter bestimmten Vorraussetzungen, leicht in Grad Plato umrechnen.

p=(d-b)/a

d ist die mit der Spindel gemessene Dichte, in kg/m³
b ist eine Konstante mit dem Wert 997 kg/m3
a ist eine Konstante mit dem Wert 4,13 kg/(m3 °P)

Die Grad Plato p sind also:
p=(d-997)/4,13

Mein letzter Sud, ein Export, hat in der Messung bei 20°C den Wert 1046 kg/m³ ergeben – umgerechnet ergibt das einen Stammwürzegehalt von 11,86°P. Laut Rezept sollten ca. 12°P erreicht werden, das Ziel wurde also erreicht 🙂

Zeigt Deine Spindel andere Werte? Stimmt was nicht? Kann ich helfen? Ich freue mich über Kommentare 🙂

Gitarrenverstärker unter Linux mit Guitarix

GuitarixDas Spiel „Guitar Hero“ hatte mich damals motiviert, zur echten e-Gitarre zu greifen. Leider ist das autonome Erlernen eines Instrumentes sehr schwierig, die Lernkurve war entsprechend niedrig, so wie auch irgendwann die Motivation.

Dies hat sich mit dem Erscheinen des Computerspiels Rocksmith für PC aber schlagartig geändert. Dem Spiel liegt ein USB-Kabel zum Anschließen der eigenen, echten e-Gitarre an den PC bei. Diese wird damit zum Spielecontroller, Spielen mit der Gitarre wird dann praktisch wie Guitar Hero, nur in echt.

Leider kann man in dem Spiel aber nur die enthaltenen Songs spielen.
Mit Programmen wie dem quelloffenen Tuxguitar, das Tabulaturen anzeigt und auch vorspielen kann, ist das anders.
Einziger Nachteil: man kann die e-Gitarre nicht ohne weiteres über Kopfhörer hören, wie es unter Rocksmith der Fall ist.

Abhilfe muss also her, und zwar in der Form einer Gitarren-Emulator-Software, wie es Rocksmith ja auch ist.
Unter Linux erledigt das ganz hervorragend die ebenfalls quelloffene Software guitarix.

Selection_017Zum Glück hat es Ubisoft „richtig“ gemacht und ein Kabel gebaut, das eine einfache USB-Soundkarte mit einem Eingang darstellt und auch unter Linux funktioniert.

Interessanter Fakt am Rande: unter Linux ist die Soundwiedergabe absolut Latenzlos – ich zupfe und im gleichen Moment schallt es aus den Lautsprechern. Rocksmith dagegen hat eine deutliche Latenz vom 20-100ms. Das zeigt, daß nicht das Kabel minderwertig ist wie in manchen Blogs geschrieben, sondern das Spiel selbst – schade.

Das Zusammenspiel der benötigten Komponenten wie Treibern, Guitarix und JACK einzurichten ist nicht ganz trivial.

Ich beschreibe daher, wie ich es gemacht habe 🙂

Die benötigte Software

Treiber

Selection_018Das Kabel ist ein normales USB Audiodevice, dessen Treiber eigentlich allen Distributionen beiliegen sollte.
Unter Gentoo verwende ich selbstgebaute Kernel, dort muss es daher aktiviert sein.

Guitarix

Offensichtlich benötigen wir guitarix. Ist es nicht bei der eigenen Distribution dabei (so wie bei mir bei Gentoo) muss es von Hand installiert werden.
Dazu braucht man ggfs. ein paar Entwicklertools wie beispielsweise waf, deren Installation beschreibe ich hier aber nicht.

Die Installation ist einfach und auf Sourceforge näher beschrieben:

cd guitarix_source_directory
./waf configure
./waf build
./waf install

JACK

Guitarix benötigt zur Audioverarbeitung den Audiorouter JACK. Dieser sollte bei jeder Distribution erhältlich sein.

JACK Audio Connection Kit [(voreingestellt)] Steht._016Um Jack komfortabel zu starten und verwalten, verwenden wir das JACK Audio Connection Kit qjackctl. Dieses Tool stellt uns alle Möglichkeiten zur Verfügung, um JACK so zu konfigurieren, wie wir es brauchen.

Bevor wir JACK aber starten können, müssen wir das Gitarrenkabel verfügbar machen.

Das Gitarren-Kabel für JACK verfügbar machen

Ich hatte das Problem, dass JACK nicht alle Sounddevices sehen konnte, es waren nur die Geräte der internen Soundkarte verfügbar.
Mit dem Kommando alsa_in kann man aber zusätzliche Geräte an JACK anmelden.
Dazu muss man nur wissen, wie sie bei ALSA heißen, dies bekommt man mit den Kommandos aplay für Wiedergabegeräte und, in unserem Fall, mit arecord heraus:

~ # arecord -l
**** Liste der Hardware-Geräte (CAPTURE) ****
Karte 0: Intel [HDA Intel], Gerät 0: ALC269VB Analog [ALC269VB Analog]
  Sub-Geräte: 1/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0
Karte 1: Adapter [Rocksmith USB Guitar Adapter], Gerät 0: USB Audio [USB Audio]
  Sub-Geräte: 1/1
  Sub-Gerät #0: subdevice #0

Hier sieht man: Karte 0 ist meine interne Soundkarte, Karte 1 das USB-Kabel – es meldet sich mit Rocksmith USB Guitar Adapter.

Nun machen wir das Gerät bei JACK bekannt mit dem Kommando alsa_in:

~ $ alsa_in -j Gitarre -d hw:1 -q 1

Die Option -j gibt dabei den Namen an, unter dem das Gerät bei JACK ansprechbar sein soll, -d gibt das Device an, das genutzt werden soll, hier ist das hw:1, also „Hardware 1“ (die 1 haben wir mit arecord -l ermittelt), und das -q 1 bestimmt die Qualität der Sample Rates; 1 ist dabei recht niedrig, verringert aber die Latenz. Wessen Rechner schnell genug ist, kann hier auch bis auf 4 erhöhen.

Bekommt man einen Fehler wie Capture open error: Device or resource busy muss man herausfinden, welche Programme das Device bereits belegen.
Nützliche Kommandos sind hier:

~ $ lsof +c 0 /dev/snd/pcm*

oder

~ $ lsof +c 0 /dev/snd/seq

Der tatsächliche Ort der Devices hängt aber ggfs. vom eigenen System ab.

Ein Fall bei mir:

~ $ lsof +c 0 /dev/snd/pcm*
COMMAND PID USER FD TYPE DEVICE SIZE/OFF NODE NAME
alsa_in 6568 thomas mem CHR 116,9 17506 /dev/snd/pcmC1D0c
alsa_in 6568 thomas 6u CHR 116,9 0t0 17506 /dev/snd/pcmC1D0c

Hier liefen schon alsa_in aus vorigen Versuchen.

Die kann man einfach abschiessen:

~ $ killall -9 alsa_in

Einstellungen - JACK Audio Connection Kit_014Für etwas Komfort kann man sich das Kommando von qjackctl direkt starten lassen. Dies erreicht man in den Einstellungen unter dem Tab Optionen.


Die Kommandos sind:

alsa_in -j Gitarre -dhw:1 -q 1 2>&1 1> /dev/null & echo $! > ~/.alsa_in.pid

Bei Erfolgreichem Start wird die versteckte Datei .alsa_in.pid im eigenen Homeverzeichnis erzeugt, die die PID des eben gestarteten Prozesses beinhaltet.

Zum Beenden nutzen wir folgendes Kommando:

kill `cat ~/.alsa_in.pid`; rm ~/.alsa_in.pid

Einrichtung der Verbindungen in Jack

Als nächstes müssen wir JACK sagen, wie die einzelnen Geräte ineinandergreifen sollen.
Dies können wir recht einfach mit dem Button Verbinden… erreichen – nur sind diese Angaben nicht von Dauer, beim nächsten Starten müsste man es nochmal machen. Etwas mehr Aufwand, aber persistent, sind die Einstellungen über das Steckfeld, zu erreichen über den gleichnamigen Button.
Öffnet man das Steckfeld, sieht man links die Ausgänge und rechts die Eingänge mit jeweils einer Leiste Buttons.

Anbindung Ausgang GitarreZuerst legen wir uns den Ausgang an, der den Ton der Gitarre wiedergibt. Als Name wählen wir etwas geeignetes, in meinem Beispiel wird der Ausgang „Gitarre Ausgang“ heißen. Dieser Name wird dann weiter von JACK referenziert. Im Feld Client sind alle Ausgänge wählbar, die JACK kennt. Hier können wir nun auch den Ausgang „Gitarre“ wählen – dies ist der Name, den wir vorhin mit dem Kommando alsa_in bestimmt haben. Ist der Client gewählt, kann man den gewünschten Ausgang wählen. Die Gitarre ist mono, also gibt es dort auch nur einen. Dann auf Anschluss hinzufügen und OK.

Anbindung Eingang VerstaerkerAuf die gleiche Weise gehen wir nun auf der rechten Seite des Steckfelds vor und erzeugen einen Eingang. Die Gitarrensounds sind noch unverstärkt, also stecken wir es in den Verstärker von Guitarix. Der Client heißt gx_head_amp, auch hier gibt es wieder nur einen Kanal.

Verbinden Gitarre mit VerstaerkerNun müssen wir den Ausgang mit dem eben erzeugten Eingang verbinden. Hierzu wird der gewünschte Ausgang in der linken Spalte gewählt, der Eingang in der rechten und der Button Verbinden geklickt (in meinem Beispielbild ist der Button grau, da die Verbindung schon steht). Es erscheint eine dünne schwarze Linie zwischen den Beiden, die die Verbindung signalisiert.

Anbindung Ausgang VerstaerkerAls nächstes muss der Verstärker mit dem verbinden, wofür wir das Ganze eigentlich veranstalten: das Effektgerät von Guitarix!
Also erzeugen wir einen Ausgang des Verstärkers, der Client heißt auch hier wieder gx_head_amp,

Anbindung Eingang Effekteeinen Eingang für die Effekte,

Verbinden Verstaerker mit Effektenund verbinden die Beiden.

Anbindung Ausgang EffekteAls Letztes muss das vom Effektgerät erzeugte Signal noch ausgegeben werden. Zu beachten ist hier nur, dass die Effekte in Stereo ausgegeben werden, also zwei Ausgänge existieren – es muss hier also der Anschuss hinzufügen Button zwei Mal geklickt werden.

Playback - Eingang Anbindung_010Für diese Ausgänge brauchen wir nun die passenden Eingänge, die die tatsächliche Wiedergabe übernehmen, der Client heißt wenig überraschend system und die Anschlüsse playback_*.

Verbinden Effekte mit PlaybackIst der Eingang erzeugt, können die beiden verbunden werden.

JACK VerbindungenWird das Fenster Verbindungen… aufgerufen, werden die eben erstellten Steckbrett-Verbindungen auch dargestellt.
Damit sind alle nötigen Verbindungen erstellt. Man sollte nicht vergessen, das Steckbrett noch zu speichern und natürlich auch zu aktivieren.

JACK Audio Connection Kit [(voreingestellt)] Läuft._015Ein Klick auf den Button Starten startet nun schliesslich JACK und sollte ohne Fehler ablaufen.

Guitarix starten

Guitarix im EinsatzIst JACK gestartet, können wir nun Guitarix aufrufen.
Spätestens jetzt sollte, wenn man an den Saiten zupft, etwas zu hören sein.

Läuterbottich mit Panzerschlauch-Gewebe

Bei meinem ersten Sud habe ich die Maische aus der Würze noch mit einem Leinentuch herausgefiltert. Das hat funktioniert, war aber umständlich und ist fehleranfällig, zudem hält das Tuch nicht ewig. Als fortgeschrittenere Lösung als das Tuch gilt das Läuterblech, also ein dünnes Edelstahlblech, das Schlitze hat und auf den Boden des Läuterbottichs gelegt wird. Das Blech filtert offenbar sehr gut, ist aber recht kostenintensiv in der Anschaffung und muss auch zum Durchmesser des Läuterbottichs passen.
Im Hobbybrauer-Forum gibt es aber eine Menge Tüftler, die mit einfacheren Mitteln fast bessere Ergebisse erzielen. So dient als Filter bei vielen ein Panzerschlauch, mit dem unter einem Waschbecken den Wasserhahn an das Eckventil anschliesst. Hierbei handelt es sich um einen Plastikschlauch, der von einem Edelstahlgewebe umschlossen ist, um hohen Druck aushalten zu können. Wir sind hier aber nicht auf den Schlauch scharf, sondern auf das Gewebe – es kann alleine hervorragend als Filter dienen.

Ich habe mir also im lokalen Baumarkt einen Panzerschlauch besorgt und mit der Eisensäge die Enden abgeschnitten. Danach ließ sich der innliegende Schlauch ganz leicht entfernen. Aus diesem habe ich zwei kurze Stücke herausgeschnitten und an in die Enden in des Gewebes eingeführt. Die Übergänge habe ich mit Schrumpfschlauch aus dem Elektronikbedarf versiegelt, da das aufgeschnittene Gewebe gewisse Verletzungsrisiken birgt.
Ein Ende wird nun verstopft, das andere in den Ablasshahn des Eimers der als Läuterbottich dient gesteckt – fertig ist der kostengünstige und wiederverwertbare Läuterbottich, der selbst feinste Spelzen zurückhält und leicht gereinigt werden kann.

Zur Zeit gärt das letzte Jungbier noch aus, das Verfahren ist also noch nicht getestet – ich werde also berichten wie der Filter sich bewährt 🙂

Vergaser stopfen für Spiritusbetrieb

Ich betreibe eine Petromax-Starklichtlampe im Spiritusbetrieb. Hierfür sind einige Veränderungen an der Technik der Lampe notwendig, damit das unterschliedliche Verdampfungsverhaltung des alkoholbasierenden Brennstoffes im Vergleich zum vorgesehenen Petroleum sich nicht nachteillig auswirkt. Eine notwendige Maßnahme ist das sogenannte Stopfen des Vergasers, um einem Pulsieren der Helligkeit entgegen zu wirken. Die Stopfung hat bis vor Kurzem auch gut gewirkt, aber seit neuestem zeigt die Lampe deutliche Tendenzen zum pulsieren. Ich entscheide mich also, den Vergaser neu zu stopfen.

Wer eine Petroleum Starklichtlampe wie die Petromax 829 betreibt, wird schnell Bekanntschaft mit Herrn Leidenfrost machen. Die Lampe pulsiert in ihrer Helligkeit. Ursache ist die Funktionsweise der Lampe, bei der der Brennstoff durch Hitze vergast wird. Ist die Hitze zu groß, wird nicht genug Energie in den Brennstoff übertragen und er verdampft sofort an der heißen Oberfläche und bildet ein isolierendes Dampfpolster. Man kennt das von kleinen Wassertropfen, die auf heißen Herdplatten tanzen. Gleiches passiert hier, der Brennstoff verdampft, bildet eine isolierende Dampfschicht, der Dampfdruck im Vergaser sinkt, die Menge an vergastem Brennstoff, der in den Brenner gelangt, sinkt – die Lampe wird dunkler. Kurz darauf entweicht der Druck durch die Düse, flüssiger Brennstoff verdampft erneut, der Druck und damit die Helligkeit steigt – der Vorgang beginnt von vorne.

Dem entgegenwirken kann man, indem man dafür sorgt dass die Hitze gleichmäßiger in den Brennstoff gelangt. Dies erreicht man durch die Vergrößerung der Oberfläche im Vergaser. Eine Maßnahme hierfür ist es, Messinggaze aufzurollen und in den Vergaser zu stopfen – für Petroleumbetrieb reicht das auch locker aus.
Ethanol, das schon bei wesentlich geringerer Temperatur verdampft, braucht eine sehr viel größere Oberfläche um die Hitze in den Brennstoff zu bekommen. Hier nimmt man, anstelle der Messinggaze, etwas ganz profanes wie Baumwolldocht. Am effektivsten für mich hat sich dabei Putzdocht der Bundeswehr erwiesen. Den Vergaser damit einmal gestopft erledigt sich das Pulsieren sofort.

Einziger Nachteil: der Docht verschleißt durch Verkokung relativ schnell und muss irgendwann ausgetauscht werden. Der verkokte Docht ist rechts auf dem obersten Foto zu sehen. Dies ist der Zustand nach mehreren Stunden Betrieb.
Also musste ich, da die Lampe zu Pulsieren begann, eine neue Stopfung anfertigen. Hierzu nahm ich sieben Dochte, klemmte sie in eine Schlaufe eines Drahtes und verdrillte das Paket um den Draht.
Unter drehenden Bewegungen lässt sich dieser Docht nun leicht in den Vergaser einführen. Der Draht hilft dabei beim Einführen und später auch wieder beim Entfernen – der verkokte Docht ist sehr fragil und zerreist bei Zug, der Draht wirkt dann als Zugdraht an der Spitze der Verkokung.


Auf dem letzten Bild sieht man nun, wie das neue Paket in den Vergaser eingeführt wurde. Ein wenig Docht steht unten noch heraus und muss in das Unterteil des Vergasers eingeführt werden.
Der erste Betrieb mit E85-Brennstoff brachte nach vorigem Pulsieren auch den erwarteten Erfolg: die Lampe leuchtet mit konstanter Helligkeit.

Bierbrauen – mein erster Sud

Ich habe mich an etwas gewagt, was ich eigentlich schon seit zehn Jahren mal versuchen wollte – Bier brauen.
Ausschlag gegeben hat ein Beitrag des Chaos Radio Express Podcasts: Bier brauen. Nach dem Anhören dieser sehr hörenswerten Episode dieses Podcasts habe ich mich entschlossen, es selbst zu versuchen.
Man kann von einschlägigen Versandhändlern, die sich auf Hobbybrauer spezialisiert haben, Startersets zum Bierbrauen für kleines Geld liefern lassen.
Konkret war das hier ein Gäreimer mit Deckel, Ablasshahn und Gärröhrchen, ein Thermometer, zwei Leintücher zum Filtrieren, ein bisschen Kleinkram und die Rohstoffe, die man zum Bierbrauen braucht: das sprichwörtliche Hopfen und Malz, sowie natürlich Hefe.

Was ich noch zusätzlich besorgen musste, war ein Einmachtopf mit 25l Fassungsvermögen. Die Wärmequelle, die man für Flüssigskeitsmengen dieser Größenordnung benötigt, hatte ich schon: der Benzinvergaserbrenner BVB der schweizer Armee. Für den normalen Haushalt mit 17KW pro Brenner hoffnungslos überdimensioniert, bringt das gute Stück zum Erhitzen von Einmachtöpfen reichlich Leistung. Eigentlich sogar immer noch massivst zuviel, deswegen ist schon eine „Spardüse“ unterwegs. Hierzu aber mehr in einem anderen Blogeintrag 😉

Wie der Prozess des Bierbrauens nun genau abläuft will ich im Detail nicht erklären, das wurde in oben genanntem Podcast oder in einem Artikel in der Wikipedia: Bierbrauen besser beschrieben als ich es könnte.

Der Brauvorgang hat mich trotz Lektüre einiger HowTos und Bücher doch vor Überraschungen gestellt, manche unvorhergesehen, auf andere hätte ich auch selbst kommen zu können.
Damit zum Beispiel, dass die Maische bei den Eiweißrasten soviel Temperatur verliert, hatte ich nicht gerechnet, die Anleitungen sprechen alle von „Temperaturstabilität“. Es wird also spannend, ob die Temperaturen während der Rasten ausreichend waren.
Und darauf, dass der Treber (Malzrückstand) im Filtertuch kochend und ich jedem Fall zu heiß zum Anfassen ist, hätte ich mir denken können. Der Umstand, dass das Filtertuch mit dem kiloschweren Treber ruck-zuck im Topf landet, wenn man die Bindeschnur um den Eimer lockert, war im Nachhinein auch nicht überraschend 😛

Und die Uneinigkeit der Literatur, wann die Periode des Hopfenkochens von 90 Minuten tatsächlich beginnt, und wann man welchen Hopfen zugibt, war verwirrend.

Alles in allem ist nicht alles 100%ig gelaufen, aber nun ist der Sud im Gäreimer und die Hefe verarbeitet gerade im Moment den Zucker in Kohlendioxid und Alkohol.

Ich bin sehr gespannt, ob da trotz der Fehler gutes Bier rauskommt 🙂

Neuzugang: Zugschlussleuchte der Bahn

Der Brenner einer Zugschlussleuchte

Der Besuch des lokalen Flohmarkts hat sich mal wieder gelohnt. Ich habe eine nette Lampe gefunden und sie für drei Euro bekommen.
Ich musste nur den Docht ein wenig trimmen, den Tank auffüllen, etwas putzen und nun leuchtet Sie auf Anhieb auf dem Wohnzimmertisch 🙂

Die Lampe hat eine Besonderheit, nämlich eine Feststellmutter am Dochtantrieb, und einen merkwürdig flachen und irgendwie wenig ästhetischen Tank.
Die nette Dame, die die Lampe verkauft hat, meinte Sie war von ihrem Mann und der hatte „irgendwas mit der Bahn“ zu tun.
Ein wenig Recherche im Internet hat ergeben, dass es sich vermutlich um eine Zugschlussleuchte der Bundesbahn handelt, oder zumindestens der Lampenteil davon.

Etwas merkwürdig finde ich noch, dass Innenteil auf Fotos immer mit rechteckiger Grundplatte zu sehen ist, meine aber nur den runden Tank hat.

Mal sehen, was hier noch rauskommt.

Feuerhand 176e ist nun gereinigt und Kamin entfernt


Die komplette Restaurierung der 176e steht ja noch an, hauptsächlich weil ich es richtig machen und die Lampe nicht nur einfach anpinseln will.
Da Rosten nach der Säurebehandlung sofort wieder alle Stellen, die nicht eingepinselt sind, und das sind eine ganze Menge.
Also muss sie so weit wie möglich zerlegt werden. Schwierig wird es da, wo keine Biegelaschen geöffnet werden können, wie zum Beispiel beim Kamin.
Hier wir es schwierig, den Innenmantel zu Entfernen ohne Spuren zu hinterlassen, die nicht rückgängig gemacht werden können, oder gar Teile zu zerstören.
Ich habe mir nun damit beholfen, das runde Lochblech nach unten zu drücken und hoffe, das wieder zurechtbiegen zu können. Der Kamin ging aber dann relativ problemlos raus 🙂

Nach einigermaßen gründlicher Behandlung mit einer Drahtbürste sieht die Lampe sogar wieder hübsch aus. Ich werde wohl von meinem ursprünglichen Plan, sie in zeitgenössischer Olivgrüner Farbe zu spritzen, abweichen und Klarlack nehmen, und sämtliche Teile, die großer Hitze ausgesetzt sind, mit profaner Ofenfarbe streichen.

Was jetzt noch aussteht ist zu klären, ob manche Teile wie die Brenneraufnahme verbogen sind oder ob sie so gehören…